Der Bourkesittich

 

 

Neopsephotus bourkii (Neophema bourkii)

GB:   Bourkes's Parrot
F:      Perruche de Bourke
NL:    Bourke Parkiet
DK:   Bourkesparakiet

 

     Wildfarbig               Gelb            Isabell /  Rosa    

    

 

  Herkunft: Westaustralien, südliches Nordaustralien, südwestliches Queensland, nordwestliches Neusüdwales, Südaustralien.
 
  Kennzeichen: Länge: ca. 19 - 21 cm
Gewicht Männchen: 47 - 49 gr.
Gewicht Weibchen: 42 - 49 gr. 

Der Bourkesittich ist oberseits braun, wobei die Federn der Flügeldecken isabellfarbene Säume haben. Die Brust ist braun/rosa, der Bauch rosa. Flügel und mittlere Schwanzfedern sind grauoliv, die äußeren Schwanzfedern weiß mit blauen Säumen. Schnabel hornfarben, Iris braun und Beine graubraun.

Die Männchen weisen ein mehr oder weniger ausgeprägtes blaues Stirnband auf. Schultern, Unterflügel, Unterschwanzdecken, Schenkel und Flanken sind ebenfalls blau.

Die Weibchen sind matter gefärbt und das blaue Stirnband fehlt. Die Weibchen haben einen weißen Streifen auf der Flügelunterseite.

Bei den Jungvögeln sind meist keine Geschlechtsunterschiede festzustellen. Sie ähneln den Weibchen, sind jedoch noch matter gefärbt.


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  Umgebung und Verhalten: Der Bourkesittich hat eine Vorliebe für trockene und halbtrockene, mit Akaziensträuchern bewachsene Gebiete, in denen jährlich nicht mehr als 250 mm Regen fällt. Er gilt als typisches Beispiel für die im australischen Inland lebenden Tierarten. Unter idealen Nahrungsumständen (nach ausreichendem Regen) wächst die Dichte im Verbreitungsgebiet, und sie nimmt ab, sobald die Nahrungsversorgung schlecht ist. In der Natur begegnet man diesen Vögeln selten, da sie in von Menschen wenig aufgesuchten Gebieten leben.

Der Bourkesittich ist hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung aktiv. Während dieser Zeit fallen sie durch ihre Schutzfarben noch weniger auf. Auch nachts, vor allem in klaren Nächten sind sie teilweise unterwegs. Diese nächtlichen Ausflüge erklären auch die großen Augen dieser Vogelart.
Meistens fliegen Bourkesittiche in Paaren oder kleinen Familiengruppen, doch in Trockenzeiten kann man sie an Wasserstellen auch in Schwärmen von mehr als hundert Exemplaren antreffen. Vom Wetter abhängig ziehen sie umher und es ist äußerst schwierig anzugeben, wo man diesen Tieren begegnen kann.

Ihr Verhalten haben sie auch in der Voliere beibehalten. Tagsüber verhalten sie sich ruhig und während der frühen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang werden sie aktiv.


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  Haltung und Zucht: Bourkesittiche suchen ihre Nahrung überwiegend auf dem Boden. Ihre Nahrung besteht aus den Samen von Gräsern, krautartigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Ab und zu fangen sie auch Insekten.

Dieser Sittich ist für jeden Züchter und für den beginnenden Vogelfreund ein ideales Objekt. Er ist abgehärtet und kann als problemloser Brüter betrachtet werden. Als Pflegeeltern für andere Neophemas und kleinere Sitticharten können Bourkesittiche hervorragende Dienste leisten. Eine Freivoliere von etwa drei Metern Länge sollte ausreichend sein. Da sie die meiste Zeit des Tages zurückgezogen verbringen, können Sträucher und trockene Äste angebracht werden. Der Boden sollte aus einer Sandlage bestehen, die mit Gras und anderen grünen Kräutern und Pflanzen bepflanzt ist.
Früher reagierte der Bourkesittich als Wüstenvogel sehr empfindlich auf unsere Temperaturen; durch langjährige Volierennachzuchten (über viele Generationen= sind sie heute jedoch mehr oder weniger abgehärtet. Als problematisch erweist sich die zurücklaufende Qualität dieser Vögel. Viele Tiere sind zu klein und zeigen wenig Farbe. Bei der Zucht sollte also sicher auf eine gute Qualität geachtet werden; die besten Exemplare kann man auf Ausstellungen erstehen.

In der Natur suchen sie nach Baumhöhlen in ein bis drei Metern und man fand auch schon in 30 cm das Einflugloch eines Bourkenestes. In der Voliere sollte ein Brutkasten von 30cm Höhe mit einer Grundfläche von 15 x 15cm installiert werden. Das Einflugloch sollte dabei einen Durchmesser von 5 cm aufweisen. 
Der Bourke ist ein unkomplizierter Brüter, der in Kolonien gezüchtet werden kann, doch man sollte Paare einzeln unterbringen. Nach der Wahl des Nistplatzes legt das Weibchen drei bis sechs Eier und bleibt etwa achtzehn Tage fest auf dem Gelege sitzen. Höchstens einmal täglich verlässt sie das Nest um zu fressen, sich vom Partner füttern zu lassen und zur Regelung des Stuhlgangs. 
Sind die Jungen nach vier Wochen ausgeflogen, so bleiben sie in der Natur noch einige Zeit bei den Eltern. Da Bourkesittiche recht produktiv sein können und mehrere Male in kurzen Abständen hintereinander brüten, sollte man beim Antreffen eines neuen Geleges die selbständigen Jungen anderweitig unterbringen.
Eventuell muss während der Brutperiode das Nistmaterial erneuert werden, da diese Sittiche ihre Kinderstube nicht besonders sauber halten.


 

  Mutationen: Es gibt heute eine Vielzahl von Farbmutation beim Bourkesittich. Am häufigsten anzutreffen sind:
  • Rosa
  • Isabell
  • Falbe
  • Gelb

Die neueren Mutationen sind:

  • Pink
  • Apricot
  • Gesäumt
  • Gescheckt
  • Lutino
  • Rubino

Aus diesen neuen Mutationen sind auch noch viele Mischfarben gezüchtet worden. Einzelheiten sowie die Vererbung werden in der Rubrik Mutationen und Vererbung beschrieben.


 

  Besonderheiten: Der Bourkesittich wird einer eigenen Gattung zugeordnet, dem Neopsephotus bourkii. Einer der Gründe für diese Einteilung liegt im bisher noch nicht erbrachten Beweis für die Kreuzungsmöglichkeiten des Bourkesittichs mit anderen Neophema-Arten. Außerdem spielen die Abweichungen in Bezug auf die Farbe des Gefieders und auf das Verhalten eine Rolle für diese Annahme. Als Gegenargument können die Übereinstimmungen zwischen dieser und anderen Neophema-Arten genannt werden: dieselbe Größe und Körperhaltung, Parallelen in Bezug auf die Eieranzahl und auf die Schlupf- und Nestlingszeit. Die farbliche Abweichung könnte als Anpassung an die natürliche Umgebung erklärt werden, wodurch sie an Bedeutung verliert.

 zahlreichen Mutationen  und Kombinationen gekommen.

                                                                                                                                                                                                                          

 

                                                                                                                                                                                                                             

     Mutationen                                                                                                                                           

  • Gelb                                                                       
  • Gesäumt                                                              
  • Falbe                                                                        
  • Schecke                                                                 
  • Spangle                                                                    
  • Pastellgelb                                                              
  • Zimt                                                                          
  • Lutino                                                                                                                                                                                                    
  • Opalin                                                                     

        Kombinationen                                                                                                                                                                                   

  • Opalin blau                                                                                                                                                                                      
  • Opalin grün
  • Opalin gelb
  • Opalin falbe
  • Opalin gelb
  • Opalin lutino(rubino)
  • Opalin pastellblau
  • Opalin pastellgrün
  • Opalin pastellgelb
  • Opalin pastellpink
  • Opalin weibpastell
  • Opalin zimtfalbe
  • Opalin zimtpastellgelb
  • Zimtfalbe
  • Zimzpastellgelb
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