Neophemen züchten

Es gibt eine Vielzahl an Nistkästen, manche Züchter schwören auf Naturnistgelegenheiten (Baumstämme), andere auf ganz einfache höhere Holznistkästen. Sehr beliebt sind auch Ablauf-Nistkästen, da bei diesen die Gefahr von zertretenen Eiern geringer ist. Das Schlupfloch sollte einen Durchmesser von 5 - 6 cm haben und der Kasten sollte über eine Nistkuhle verfügen. Diese Kuhle verhindert das die Eier auseinander rollen und kaputt brechen. Als Nistmaterial eignet sich Mulm, Sägespäne oder Sägemehl.
Sobald der Nistkasten in der Voliere aufgehangen worden ist, wird das Männchen ganz aufgeregt. Es fliegt immer wieder zum Kasten, schaut hinein, schlüpft schließlich hinein, um bald wieder herauszukommen. Bei soviel Eifer kann das Weibchen nicht zurückstehen, zumal es dauernd vom Männchen gelockt und auch gefüttert wird. Die Balz ist kurz und und die Zeitspanne vom Einhängen des Nistkastens bis zur ersten Eiablage vergehen oft nur 10 - 14 Tage. Jeden zweiten Tag legt das Weibchen ein Ei, bis das Gelege vollständig ist, meist umfasst dies 4 - 6 Eier. Auch wenn die Weibchen schon nach dem ersten Ei kaum noch den Kasten verlassen so bleiben sie meist erst nach dem dritten Ei fest zum brüten auf ihren Eiern. Neorhema-Weibchen brüten meist sehr zuverlässig. Es sitzt so fest auf den Eiern, dass es nur morgens und abends kurz das Nest verlässt, um sich zu entleeren. 
Nach einer Brutdauer von 18 - 19 Tagen schlüpfen die Jungen meist im Abstand von 1 - 2 Tagen. Das Junge reibt und drückt das Junge mit seinem Eizahn solange gegen die Eischale bis ein kleines Loch entsteht, so drückt es weiter bis die Eischale aufgeplatzt ist. Oft hilft das Weibchen seinem Jungen indem es ganz vorsichtig ein Stück von der Eischale abknabbert und es frist. Die Jungen trocknen sehr schnell ab und besitzen auf der Oberseite feine weiße bis gräuliche Dunen, die Augen sind noch geschlossen und schimmern dunkel lila. Der Bauch des frischgeschlüpften Jungen sieht ganz gelb aus, denn er beinhaltet noch den Rest des Eidotters, eine Marschverpflegung sozusagen. 
In den ersten Tagen bekommen die Jungen zuerst überwiegend Kropfmilch, danach dann vorverdaute Körner. Mit 8 - 10 Tagen öffnen die Jungen ihre Augen und die ersten Federn beginnen zu sprießen. Mit 4 Wochen ist dann das Gefieder da und nach ca. 4 Wochen fangen die ersten Jungen an auszufliegen. Nun beginnt die Aufregende Phase, denn die Jungen sind ungemein schreckhaft und fliegen durch den angeborenen Fluchinstinkt einfach drauf los. Im Laufe der nächsten 2 - 3 Wochen legt sich dies allerdings wieder. Das ist auch die Zeit in denen sie immer weniger von ihren Eltern gefüttert werden und so langsam an die Selbständigkeit gewöhnt werden. 4 Wochen nach dem ausfliegen sind die Jungen soweit abgesetzt zu werden, denn meist hat das Elternpärchen schon eine weitere Brut angefangen und Junge Männchen können unter umständen vom Vater gejagt werden.
 

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